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Was passierte
in den Schlafzimmern der Vorzeit?
Sex mit Engeln
Genesis 19
Eine der bekanntesten Geschichten in der hebräischen Bibel über das
Gräuel des männlichen Beischlafes wurde in erstaunlich deutlicher
Sprache formuliert. Die Geschichte von Sodom und Gomorra.
Die Sünden
der Einwohner der beiden Städte kannten keine Grenzen.
G'tt
beschloss, diese Menschen bitter zu bestrafen, aber nicht bevor er
Lot,
den Bruder Abrahams, und seine Familie aus der Stadt errettet. Er
schickt zwei Engel zu ihm, und ohne zu wissen, was der Zweck ihres
Besuches ist, lädt Lot sie zu sich nach Hause ein. Daraufhin stürmen
die unzüchtigen Einwohner Sodoms zu Lots Eingangstor mit der
Absicht, die Fremden zu belästigen.
Lot fordert von ihnen, seine Gäste zu verschonen und bietet ihnen im
Gegenzug seine beiden jungfräulichen Töchter an. Doch die Sodomiten
verzichten nicht auf die Gelegenheit, Engel schänden zu können und
weisen den Kompromissvorschlag zurück. Daraufhin drängen die Engel
kurzerhand alle Eindringlinge zurück und blenden sie, so dass sie in
der Lage sind, Lot und seine Familie aus der Stadt zu schaffen. G'tt
brennt die Stadt nieder, die sodann zu einem Symbol für Sünden mit
sexuellem Hintergrund wird.
In dieser Geschichte zögern die Redaktoren des TaNaKh nicht und
schreiben in aller Deutlichkeit über die Verächtlichkeit des
männlichen Beischlafs. Unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung
besitzen die homosexuellen Charaktere negative und bösartige
Eigenschaften. Sex wird dabei als etwas Verletzendes, Demütigendes
empfunden. Die Taktik, die die Redaktoren des TaNaKh hier anwenden,
bedient die Unterstellung, Homosexualität, Sitten- und
Herzlosigkeit gingen miteinander einher. In den Augen der Redaktoren stellt sich
Homosexualität als krankhafte Begierde und grauenhafte Sünde dar.
Überdies liefert diese Geschichte eine göttliche Legitimation für
den Schwulenhass und verstärkt somit homophobe Ressentiments.
glbt-ta / haGalil
onLine 08-12-2003 |