Aus "Homosexualität in der NS-Zeit:
Dokumente einer Diskriminierung und Verfolgung"
Teil I, pp.53 - Öffentliche Diskriminierung homosexueller Männer

Begründungen des NS-Staats
zur Strafwürdigkeit der Homosexualität

"Suprema lex salus populi!"
Gemeinnutz vor Eigennutz!

Erklärung der Reichsleitung der NSDAP auf eine Anfrage anläßlich der Reichstagswahl 1928. (Der Wortlaut wird Alfred Rosenberg zugeschrieben.) Zit. nach: R. Klare, Homosexualität und Strafrecht, Hamburg 1937, S. 149.60

Nicht nötig ist es, daß Du und ich leben, aber nötig ist es, daß das deutsche Volk lebt.
Und leben kann es nur, wenn es kämpfen will, denn leben heißt kämpfen.
Und kämpfen kann es nur, wenn es sich mannbar hält.
Mannbar ist es aber nur, wenn es Zucht übt, vor allem in der Liebe. Unzüchtig ist: Freie Liebe und zügellos. Darum lehnen wir sie ab, wie wir alles ablehnen, was zum Schaden des Volkes ist.

Wer gar an Mann-männliche oder Weib-weibliche Liebe denkt, ist unser Feind. Alles, was unser Volk entmannt, zum Spielball seiner Feinde macht, lehnen wir ab, denn wir wissen, daß Leben Kampf ist und Wahnsinn, zu denken, die Menschen lägen sich einst brüderlich in den Armen.

Die Naturgeschichte lehrt uns anderes. Der Stärkere hat Recht. Und der Stärkere wird immer sich gegen den Schwächeren durchsetzen. Heute sind wir die Schwächeren. Sehen wir zu, daß wir wieder die Stärkeren werden! Das können wir nur, wenn wir Zucht üben.
Wir verwerfen darum jede Unzucht, vor allem die Mann-männliche Liebe, weil sie uns der letzten Möglichkeit beraubt, jemals unser Volk von den Sklavenketten zu befreien, unter denen es jetzt front.«

 

aue + ig / haGalil onLine
09-10-2003

 

 


DE-Titel
US-Titel

 
 
In 2003:

 


 glbt.israel-live.de